VMware player unter ArchLinux

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VMplayerEs gibt Situationen, da ist man auf eine spezielle Software angewiesen. Wie der Zufall es dann so will, gibt es dann kein entsprechendes OpenSource Pendant oder die native Windows Software funktioniert nicht mit wine. In den meisten Fällen möchte man sich aber nicht extra für diese Software eine seperate Partition für Windows erstellen, zumal man danach den MBR wiederherstellen muss, da Windows diesen bei der Installation überschreibt.
Die Lösung ist in diesem Fall eine virtuelle Maschine (VM). Qemu und VMware sind da nur zwei Möglichkeiten. Die Auswahl in diesem Bereich ist wesentlich größer. Ich werde in diesem Artikel allerdings nur auf den VMware Player eingehen, da dieser, meiner Meinung nach, am komfortabelsten einzurichten ist und auch (subjektiv!) die beste Performance hat.
Die Installation unter ArchLinux ist allerdings etwas komplizierter, da ArchLinux für die Systemdienste andere Verzeichnisse benutzt, als zum Beispiel Ubuntu. Bei Ubuntu ist dieser Pfad /etc/init.d. Diesen Pfad benutzt VMware in der Standardkonfiguration. Unter ArchLinux lautet dieser Pfad allerdings /etc/rc.d/.
Dementsprechend muss man diese Pfade erst einmal anlegen.
Dies geschieht mit dem Befehl

mkdir -p /etc/rc.d/vmware.d/{rc{0,1,2,3,4,5,6}.d,init.d}

Der VMplayer kann von dieser Seite heruntergeladen werden. Dafür ist allerdings eine Registrierung nötig.
Nachdem der Download abgeschlossen ist, wechselt ihr in das Verzeichnis, wo die heruntergeladene Datei liegt und macht diese erstmal ausführbar.
Damit bei der Installation die Pfade angepasst werden können, sollte das Installationsskript wie folgt installiert werden.

sh VMware-Player-3.1.0-261024.x86_64.bundle --console --custom

Der Name des Skripts kann je nach der Version, die man runtergeladen hat variieren. Jetzt werden einige Verzeichnisse abgefragt, die der VMware Player benutzen soll. In der Regel müssen die Pfade nicht verändert werden. Die einzige Veränderung muss bei System service runlevels vorgenommen werden. Dort wird /etc/rc.d/vmware.d/ eingetragen.
Nach der Installation müssen noch die entsprechenden Verknüpfungen erstellt werden.

ln -s /etc/rc.d/vmware.d/init.d/vmware /etc/rc.d/vmware

Danach ist noch folgender Befehl nötig:

sed -i 's/\/sbin\/lsmod/\/bin\/lsmod/g' /etc/rc.d/vmware.d/init.d/vmware

Damit der vmware Dienst beim Start des Systems gestartet wird, muss man in das DAEMONS Array in /etc/rc.conf noch vmware eintragen. Alternativ kann man diesen Dienst auch manuell starten oder beenden

/etc/rc.d/vmware start/stop

Wenn die Installation abgeschlossen ist, kann der VMplayer wahlweise im Terminal mit dem Befehl

vmplayer

oder über das Menü unter dem Punkt System–>Vmware Player gestartet werden. Letzteres kann ich nur für das Menü von XFCE mit Sicherheit sagen.
Der VMware Player wird jetzt einige Fehlermeldungen ausgeben und nach dem Administrator Passwort fragen. Das ist kein Grund zur Panik, denn es müssen noch ein paar Kernelmodule kompiliert werden. Nachdem dieser Vorgang abgeschlossen ist startet der VMplayer dann.
Jetzt kann ein Gastsystem nach den jeweiligen Vorstellungen eingerichtet werden.

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Ich blogge seit mehreren Jahren hier auf TuxAndDroid.de über Android und Linux. Der Fokus liegt dabei auf interessanten Spielen und Apps. Ich studiere Wirtschaftsinformatik im Master an der Universität Koblenz.

1 Comment to VMware player unter ArchLinux

  1. Irgendwie funktioniert diese Vorgehensweise bei der neuesten Version (VMware-Player-3.1.3-324285) so nicht mehr.
    Die Datei “/etc/rc.d/vmware.d/init.d/vmware” wird nicht angelegt.

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