Die Picasa Software von Google macht unter Linux gerne mal Probleme. Das ist zumindest bei ArchLinux der Fall. Da es ziemlich mühsam ist über das Webinterface eine größere Anzahl von Bildern hochzuladen wäre eine alternative, möglichst mit GUI, wünschenswert. Ich hatte die Suche schon fast aufgegeben als ich im AUR doch noch über ein passendes Tool gestolpert bin: Picapy. Dabei handelt es sich nicht um ein Pokemon oder sowas, sondern um ein kleines Programm, das in Python programmiert ist. Zugegeben, der Funktionsumfang von picapy ist ziemlich eingeschränkt und besonders nutzerfreundlich ist picapy auch nicht. Dennoch, es macht das, was es machen soll.
Zu den Funktionalitäten von Picapy gehören das Erstellen und Löschen von Alben sowie das Hochladen und Entfernen von Bildern. Beim Upload können beliebig viele Bilder von der Festplatte gewählt werden. Es ist allerdings nur möglich in ein Album zur gleichen Zeit hochzuladen. Wenn man parallel Bilder in ein anderes Album stellen möchte, muss eine zweite Instanz von Picapy geöffnet werden. Des Weiteren lässt sich nur ein Benutzerkonto einrichten. Falls man also Bilder im Namen eines anderen hochladen möchte muss das eigene Konto “entfernt” werden.
Benutzer, die Picapy zum ersten Mal verwenden werden recht häufig den Eindruck haben, dass das Tool sich aufgehängt hat. Möchte man sich den Inhalt eines Bilderalbums ansehen so friert Picapy erst einmal ein bis alle Bilder geladen wurden. Das kann je nach Größe des Albums schon mal ein paar Minuten dauern. Das selbe Phänomen tritt häufig beim Entfernen von Alben auf. Ansonsten gibt es über das Tool nicht viel zu meckern. Mir gefällt Picapy wunderbar um mal ein paar Alben auf Picasa zu erstellen, denn es besitzt keine unnötigen Features, die einen ablenken.
Unter ArchLinux findet man Picapy im AUR. Für Ubuntu von 10.04 bis 11.04 gibt es ein Repo.
sudo add-apt-repository ppa:atareao/atareao
sudo apt-get update
sudo apt-get install picapy

