Asus Zenbook Prime UX31 A R4003V Eindrücke und Erfahrungen

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Schon lange habe ich mit einem Ultrabook geliebäugelt. Handlich, leicht und performant sollte es sein. Längst hatte ich einen Blick auf das Asus Zenbook Prime geworfen, da diese Ultrabooks alles bieten, was ich brauchte/wollte. Nur der Preis hielt mich ab. Doch dann fand ich ein unschlagbar gutes Angebot und habe zugeschlagen. Nun habe ich fast zwei Monate mit meinem Asus Zenbook Prime UX31 A hinter mir und ich fühle mich dazu in der Lage, euch meine Eindrücke und Erfahrungen mit dem Gerät zu schildern, so etwas wie ein quasi-test. Nur ohne Benchmarks. Alltagserfahrungen eben. Den Bericht habe ich freilich auch auf dem Gerät verfasst.

Technische Ausstattung und Lieferumfang

Fangen wir von vorne an. Das Asus Zenbook Prime gibt es in verschiedenen Varianten. Hier kurz eine Auflistung mit den technischen Daten des UX31 A R4003V:

  • 13.3 Zoll Display (matt, Auflösung 1920×1080)
  • Intel Core i7 (1,9 Ghz)
  • 4 GB RAM
  • 256 GB SSD
  • 2 x USB, 1 Micro HDMI, 1 mini Displayport
  • kombinierte Buchse für Headset und Mikrofon
  • Micro SD Kartenleser
  • Bluetooth, WLAN
  • beleuchtete Tastatur
Asus Zenbook Prime Zubehör

Asus Zenbook Prime Zubehör

Das dürfte das wichtigste sein. Besonders angenehm ist der Lieferumfang. Neben dem Ultrabook und dem Netzteil ist auch noch eine nützliche Schutztasche samt Microfaster Tuch zum reinigen des Displays enthalten. Oben drauf gibt es die benötigten Adapter von mini Displayport auf VGA und von USB auf Ethernet, ebenfalls in einer schicken Tasche verpackt. Das macht es angenehm und ist meiner Meinung nach in der Preisklasse angemessen.

Verarbeitung und Design

Das Asus Zenbook Prime besticht vor allem durch das Design. Die Oberfläche ist komplett aus Aluminium gefertigt. Auf dem Deckel ist dieses kreisförmig gebürstet. Das sieht einfach wahnsinnig schick aus. Auch die Innen- und Unterseiten bestehen aus Aluminium. Das sieht zum einen sehr schick aus, fühlt sich zum anderen aber auch angenehm kühl an. Noch dazu kommt, dass das Asus Zenbook Prime einfach verdammt dünn ist. Designtechnisch einfach top. Genug gefaselt, ich lasse ein paar Bilder sprechen.

Asus Zenbook Prime

Asus Zenbook Prime

Zenbook Seite

Zenbook Seite

Auch bei der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Im Internet finden sich häufig Berichte von einem schief verbauten Tochpad. Das kann ich für meinen Teil nicht bestätigen. Ich bin jetzt aber auch nicht mit Winkelmesser und Wasserwaage ran gegangen. Nichts knarrt, nichts knackt. Gut, das Display schließt nicht ganz plan aber das ist kein Problem. Es besteht aus meiner Sicht keine Gefahr, das irgendwas dazwischen rutscht und das Display beschädigt. Zum Transport gibt es ja noch die tolle Tasche.

Display

Das Display. Ja, da fehlen mir die Worte zu, um das zu beschreiben. Zum einen ist es matt. Suche heutzutage mal ein vernünftiges Gerät mit mattem Display. Zum anderen ist die Auflösung von 1920×1080 Pixeln (Full HD!) auf 13,3 Zoll einfach ziemlich super. Hin und wieder bitten mich jedoch Personen, denen ich was zeige, die Schrift etwas zu vergrößern. Teilweise ist die Schrift doch ziemlich klein aber ich empfinde das nicht als anstrengend. Der Blickwinkel ist ebenfalls grandios. Man kann von fast überall ohne großartig verfälschte Farben auf das Display des Zenbook Prime blicken.

Die Regelungsmöglichkeiten für die Helligkeit sind auch sehr gut. Die Helligkeit lässt sich von „quasi aus“, da erkennt man drinnen fast gar nichts mehr, bis „strahlend hell“, für mich drinnen viel zu hell, einstellen. Da das Display matt ist, lässt es sich auch draußen ohne Probleme ablesen. Ich hatte einen Nachmittag die Sonne fast genau im Rücken und brauchte nicht einmal die hellste Stufe um das Display lesen zu können. Das Asus Zenbook Prime eignet sich also durchaus auch, um draußen im Garten oder sonst wo zu arbeiten. Schon gemacht und für tauglich befunden.

Tastatur und Touchpad

An diesen beiden Punkten scheiden sich die Geister am Zenbook Prime. Leist man Rezensionen auf Amazon und Co. Macht wohl scheinbar das Touchpad gerne mal Probleme. Treiberupdates helfen da wohl. Kann ich nichts zu sagen, kann ich auch nicht bestätigen diese Probleme. Ich habe das Gerät unter Windows nicht großartig ausprobiert. Mit Arch Linux gibt es keinerlei Probleme. Mich nervt nur das etwas zu laut geratene mechanische Klicken beim betätigen der Buttons.

Die Tastatur ist ebenfalls ein häufiger Kritikpunkt. Nutzer berichten von klemmenden oder gar nicht funktionierenden Tasten, was wohl häufig daran liegt, dass Stecker nicht richtig sitzen. Aufschrauben und Stecker prüfen hilft hier. Aber ganz ehrlich. In dieser Preisklasse? Geht gar nicht. Auch ich kann derzeit keine dieser Probleme bestätigen. Ich habe mit meinem Gerät scheinbar ein gutes erwischt. Wie dem auch sei. Die Tastatur finde ich super. Das tippen ist echt sehr sehr angenehm. Der Druckpunkt ist gut und man gewöhnt sich sehr schnell an die Tastatur. Als kleines Goodie – da stehe ich voll drauf – gibt es eine beleuchtete Tastatur. Ist es also dunkel, ist die Tastatur von einem zarten blau hinterlegt. Damit lässt sich auch im dunkeln sicher schreiben.

Performance im Alltag und Akkulaufzeit

Auch hinsichtlich Performance lässt das Asus Zenbook Prime keine meiner Wünsche auf. Nun, ich bin auch kein zocker. Ich benutze das Ultrabook ausschließlich zum arbeiten. Also Texte schreiben, Internet, hin und wieder mal ein wenig Photoshop. Hier gibt’s keine Probleme. Auch, wenn ich nebenbei noch eine Virtuelle Maschine mit Windows laufen habe, bemerke ich keine Einbußen bei der Performance. Der Intel i7, die SSD und der Arbeitsspeicher bieten eine solide Grundlage. Wie erwähnt, Benchmarks habe ich keine gemacht und grafisch aufwändigere Sachen als Full HD YouTube Videos habe ich auch nicht laufen lassen. Zum arbeiten ist das Zenbook Prime top geeignet.

Zur Akkulaufzeit. Da ist es immer schwer Aussagen zu treffen. Asus verspricht 7 Stunden Laufzeit. Dass diese Werte nur schwer zu erreichen sind, dürfte klar sein. Ich benutze das Ultrabook recht intensiv und habe de facto so zwischen 5 bis 6 Stunden, in denen ich wirklich aktiv an dem Gerät arbeite. Das ist aber auch schwer zu sagen, da ich zwischendrin das Zenbook Prime auch einfach mal für ein paar Stunden zu klappe. Und das ist richtig irre an Ultrabooks. Klappt man sie zu, verbrauchen sie kaum Strom und sind innerhalb weniger Sekunden wieder einsatzbereit. Runtergefahren habe ich mein Ultrabook schon ewig nicht mehr.

Zuklappen statt runterfahren.

Zuklappen statt runterfahren.

Erwähnung sollten auch noch die Lautsprecher finden. Diese befinden sich auf der Vorderseite und erzeugen einen, für Notebooks, super Klang. Und wo wir gerade bei dem Thema Lautstärke sind. Updated unbedingt euer BIOS. Sonst dreht der Lüfter eures Asus Zenbook nämlich öfters mal ohne Grund hoch. Sollten die Probleme bestehen, erkläre ich euch in diesem Beitrag, wie ihr die Lüfter des Asus Zenbook Prime regeln könnt.

Fazit

Wie ihr also merkt, ich bin mit meinem Zenbook Prime sehr zufrieden. Doch nehmen wir mal die rosa rote Brille ab. Bei einem Preis von 1400 bis 1500€ erwartet man da was anderes? Ich für meinen Teil würde genau das erwarten. Qualität und Performance. Mich stellt das Asus Zenbook Prime UX31 A in jeder Hinsicht zufrieden. Es ist leicht, schick und schnell. Arch Linux läuft darauf auch ohne Probleme (Beitrag folgt). Absolute Empfehlung.

Tipp: Asus Zenbook Prime kaufen

Falls ihr ein richtig gutes Schnäppchen machen wollt, schaut mal bei den Amazon Warehouse Deals rein. Dort findet ihr geprüfte B-Ware. Da habe ich mein Exemplar für 850€ bekommen. Zustand wie neu und nicht einmal 7 Stunden gelaufen. Die Varianten mit 128 GB SSD (was ich auch als ausreichend erachte) und die Varianten mit Intel i5 gibt es auch günstiger. Ich bin rund um zufrieden damit. Eure Fragen beantworte ich gerne in den Kommentaren.

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Ich blogge seit mehreren Jahren hier auf TuxAndDroid.de über Android und Linux. Der Fokus liegt dabei auf interessanten Spielen und Apps. Ich studiere Wirtschaftsinformatik im Master an der Universität Koblenz.

10 Comments to Asus Zenbook Prime UX31 A R4003V Eindrücke und Erfahrungen

  1. Hi,

    könntest du bitte deine Configdateien für das Touchpad reinstellen?
    Hab hier neben Windows 7 auch Arch Linux am laufen und mit den Xorg Einstellungen / touchegg rumgespielt. Jedoch funktioniert z.B. die automatische Erkennung des Handballens beim Tippen bei mir gar nicht…

    Vielleicht funktioniert es mit deiner Config ja besser =)

    • Hey,
      Ich habe dafür nichts konfiguriert. Aber jetzt wo du es sagst, klappt das bei mir auch nicht. Ich habe keine Probleme damit. Ich schau aber mal, ob ich da was finde.

  2. Funktionieren bei dir auch die Gesten? Die hatte ich mehr oder weniger hinbekommen.

    Also z.B. vertikales Scrollen am rechten Touchpadrand / zwei Finger Scrollen. Danke!

  3. Hi, danke für das Review. Das Gerät kommt auch für mich in Frage. Nutzen möchte ich fast ausschließlich Linux (Ubuntu). Wie stehts denn mit den Lüftergeräuschen mit und ohne Einsatz von fancontrol aus?

    Ohne fancontrol: Läuft der Lüfter öfter und wie schätzt du die Lautstärke des Lüfters bei mäßiger Last (1. arbeit mit einer VM Windows oder 2. ein bissl Gimp, Surfen, OpenOffice etc.) ein?

    Verringer sich die Drehzahl des Lüfters schnell, wenn die Last sinkt?

    Bei meinem Lenovo X61s nutze ich thinkfan und das funktioniert ganz gut und das Prog. läuft die ganze Zeit im Alltag.

    Danke schin einmal für die Antwort!

    • Hi,

      Also ich benutze das Zenbook überall. Zuhause, in der Bibliothek, draußen. Ich empfinde es als sehr leise, meistens sind die Umgebungsgeräusche aufdringlicher. Wenn ich in der Bibliothek sitze und neben mir zwei Laptops fast abheben, frage ich mich, warum ich mir so ein leises Gerät gekauft habe. Klar, bei den aktuellen Temperaturen springt der Lüfter leider etwas häufiger an. Bei Benutzung einer VM läuft der Lüfter schon deutlich hörbar. Wenn die VM beendet wird, hört es aber fast sofort wieder auf.

      Fancontrol benutze ich mittlerweile fast nicht mehr. Es ist jedoch scheinbar eine Eigenheit der Asus Zenbooks, dass der Lüfter öfters ohne Grund einfach mal ganz kurz hochdreht :( Mit fancontrol kann man dem aber ganz gut vorbeugen.

  4. Hey Florian,

    du schreibst “Zustand wie neu und nicht einmal 7 Stunden gelaufen”.

    Ich hab mir das Ultrabook auch bei den Amazon Warehouse Deals gekauft und habe überlegt wie ich herausfinden kann wie lange das Gerät schon gelaufen ist. Der Beste Weg, der mit eingefallen ist, ist die SMART-Werte der SSD auszulesen und auf die power-on-hours zu schauen.

    Wie hast du den Wert ermittelt?

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