ArchLinux - TuxAndDroid

Archiv für ArchLinux

NAS-Freigaben automatisch unter Linux einbinden

Da ich mir kürzlich mit der Synology DS212j ein NAS angeschafft habe musste ich mich natürlich auch mit der Thematik befassen, wie ich nun am besten Freigaben in mein System einbinde. Das Ganze immer per Hand im Terminal zu machen funktioniert zwar aber es ist nicht wirklich bequem. Alternativ gäbe es noch die Lösung, die Mounts einfach in die /etc/fstab zu schreiben. Das ist aber auch nicht optimal. Es kann ja beispielsweise sein, dass beim Booten, aus welchem Grund auch immer, das NAS nicht erreichbar ist. Also musste eine etwas flexiblere Lösung her.

Bei der Suche bin ich dann auf autofs gestoßen. Klingt erstmal kompliziert aber das ist es gar nicht. Da die Freigaben auf dem NAS mit Passwörtern geschützt sind konnte ich den Abschnitt über NAS leider nicht so übernehmen. Das war aber auch kein Beinbruch, denn im Abschnitt Samba steht alles drin, was ich wissen wollte. Zwei Konfigurationsdateien sind dabei von Bedeutung. Zunächst muss in der Datei /etc/autofs/auto.master folgendes hinzugefügt werden.

/mnt/Synology /etc/autofs/auto.musik

Das bedeutet, dass die Freigaben unter /mnt/Synology eingehängt werden und autofs auf die Config in /etc/autofs/auto.musik zurückgreift. Wie die Datei heißt ist eigentlich egal. Es wäre vielleicht sinnvoller gewesen sie nach dem Server zu nennen. Ich habe absichtlich ein Verzeichnis außerhalb von /media genommen, da Gnome sonst immer mit Benachrichtigungen nervt. In diese zweite Konfigurationsdatei kommen nun die Infos zum Einbinden der Freigabe.

Musik -fstype=cifs,rw,username=benutzer,password=passwort ://192.168.13.3/Musik

Wie ihr seht, kein Hexenwerk. Vorne steht der Name der Freigabe. Das ist auch der Ordnername, der später angezeigt wird. Dieser kann frei gewählt werden. Nachfolgend werden dann die Parameter zum mount eingetragen und abschließend dann die Adresse des Servers und die Angabe der Freigabe. Das war’s auch schon. So lassen sich Freigaben auf einem NAS unter Linux recht bequem automatisch einbinden. Klappt super :)

Kennt ihr sonst noch eine gute Alternative um so etwas zu realisieren? Ich bin für jeden weiteren Hinweis dankbar. Achja und keine Sorge: Über das DS212j kommt natürlich noch ein umfassender Bericht.

GNOME 3 auch mit dem ATI Catalyst Treiber nutzen

Besitzt man eine ATI Grafikkarte, so ist man, insofern man eine Linuxdistribution verwendet ziemlich oft der gelackmeierte. Der ATI Catalyst (fglrx) Treiber macht gerne mal Probleme und wird meiner Ansicht nach von ATI beziehungsweise AMD nicht besonders gut gepflegt. Schon bevor Gnome 3 freigegeben wurde war klar, dass dies nicht dem proprietären Treiber von ATI funktionieren würde. Anfangs klappte es mit dem Nvidia Treiber übrigens auch nicht. Das Problem wurde aber seitens Nvidia relativ zeitnah behoben. Beim ATI Catalyst Treiber blieben die Probleme bis zum 11.12 Release weitestgehend bestehen. Probleme gab es immer, nur äußerten sich diese je nach Version anders. Ganz problemfrei funktioniert Gnome 3 mit dem ATI Treiber unter Linux immer noch nicht aber es ist durchaus benutzbar. Ein paar kleine Anpassungen waren auch mit Catalyst 11.12 erforderlich. Diese werde ich kurz erläutern.

Die Probleme mit dem Catalyst Treiber und Gnome 3 äußern sich darin, dass das Bild gerne mal flackert oder Gnome 3 generell langsam ist, wie zum Beispiel beim verschieben von Fenstern. Die “rainbow bar” wurde ja glücklicherweise schon vor etwas längerer Zeit behoben. Mit den opensource Treibern funktioniert Gnome 3 wunderbar, allerdings eignen diese sich auf Notebooks nicht so gut, da die Energiesparfunktionen nicht annähernd so gut sind wie beim proprietären Treiber.
Nach ziemlich langer Recherche habe ich dann die scheinbar entscheidende Änderung gefunden, die vorgenommen werden muss, wenn man Gnome 3 mit dem Catalyst Treiber verwenden will. Die Datei /etc/environment muss mit Root Rechten geöffnet werden. Ans Ende fügt man folgende Zeile:
CLUTTER_PAINT=disable-clipped-redraws:disable-culling
Die Änderung muss gespeichert werden, danach startet man die Sitzung neu. Welche Nebenwirkungen diese Zeile hat, kann ich nicht beurteilen.
Schritt 2 ist die Aktivierung der rissfreien Darstellung im Catalyst Control Center. Das sorgte bei mir dafür, dass das Bild nicht mehr flackert, wenn man das Fenster wechselt. Jedoch muss ich das nach jedem Reboot wieder erneut machen. Im Catalyst Control Center steht zwar, dass die rissfreie Darstellung aktiviert ist, ich muss sie jedoch wieder deaktivieren und neu aktivieren, damit sie funktioniert.
Mit den beiden Anpassungen läuft Gnome 3 bei mir ziemlich gut. Jetzt muss ich nur noch schauen ob ich einen Weg finde, den letzten Schritt irgendwie zu automatisieren, dann bin ich vollends glücklich mit Gnome 3 und Catalyst! Die gnome-shell ist mit dem Catalyst Treiber nun ziemlich flüssig.
via: askubuntu.com

Gnome 3 Mockups – Wo soll’s hin gehen?

Ich bin gerade auf Ubuntubuzz auf einen sehr interessanten Artikel über die neuen GNOME 3 Mockups gestoßen. Die Diskussionen um GNOME 3 und Unity erhitzen ja schon etwas länger die Gemüter. Auch ich habe darüber schon kurz etwas geschrieben. Unity gefällt mir nach wie vor nicht. Anfangs gefiel mir GNOME 3 ebenfalls nicht, jetzt nutze ich es auf dem Desktop voller Freude. Auf dem Notebook läuft leider noch XFCE, da der Catalyst Treiber von ATI noch nicht mit GNOME 3 klar kommt. Langsam wird es echt mal Zeit dafür… Aber egal, darum soll es hier nicht gehen. Die GNOME Entwickler haben einige Mockups der zentralen GNOME 3 Anwendungen veröffentlicht. Diese Bilder zeigen, wie Teile von Gnome3 in Zukunft aussehen könnten.

Ich picke mir mal exemplarisch einige wenige Bilder raus, da ich finde, dass auf allen Mockups eine klare Linie erkennbar ist, wo es mit Gnome3 hingehen soll. Vielleicht ist das auch gar nicht Gnome3, sondern das ganze wird als irgendwas anderes veröffentlicht. Aber auch das spielt jetzt erstmal keine Rolle.

Gnome 3 Mockup: Web Anwendung

Fangen wir mal mit einer der meist genutzten Sachen an: dem Browser. Das dürfte wohl zugleich auch einer der interessantesten Aspekte sein. Hier gibt es nämlich zwei verschiedene Mockups zu sehen. Zum Einen wäre da ein Überblick über Websseiten, zum Anderen ist da natürlich die Webseite selbst.

Gnome 3 Mockup Browser

Favoriten Übersicht


Gnome 3 Mockup Browser

Webseiten Ansicht

Bei der Übersicht über die Favoriten lässt sich erkennen, dass die Schaltflächen für die einzelnen Websites schön groß sind. Das erinnert schon sehr an die Ansicht vom Opera Browser. Auch bei der normalen Browseransicht gibt es nicht mehr Buttons als nötig. Irgendwie fehlt dort die kompletten gewohnten Menüleisten.

Gnome 3 Mockup: Mail Anwendung

Auch das Mockup der Mail Anwendung sieht durchaus interessant aus. Das erinnert mich doch schon stark an die Google Mail App auf dem Android Tablet.

Email Mockup

Links gibt es eine Liste mit Konversationen und rechts daneben befindet sich dann der Inhalt der Nachricht(en). Analog lässt sich das Ganze auf das Verfassen einer Nachricht übertragen. Auch hier lässt sich wieder sagen, dass die Anwendung sehr einfach und funktional gehalten ist. Man sieht eigentlich alles was man braucht direkt auf den ersten Blick. Um welche Software es sich dabei genau handelt kann ich allerdings nicht sagen. Die Chat Anwendung sieht jedenfalls sehr sehr ähnlich.

Gnome 3 Mockup: Nautilus

Zu guter letzt noch ein Bild von Nautilus.

Nautilus Foto Ordner

Auf dem Bild ist ein Foto Ordner zu sehen, der im Dateimanager Nautilus angezeigt wird. Bei Dokumenten und Videos sieht das in etwa genau so aus. Auch bei Nautilus sieht die Darstellung wieder schlicht und elegant aus. Besonders viele Bedienfelder gibt es auch hier wiederrum nicht.

Fazit zu den Gnome 3 Mockups

Die Mockups der Gnome 3 Anwendungen sehen alle durchweg interessant aus. Wer sich noch mehr davon ansehen möchte sollte mal auf live.gnome.org vorbei schauen. Da gibt es noch wesentlich mehr. Was mich direkt gewundert hat war die Tatsache, dass sämtliche Anwendungen stets im Vollbild zu laufen scheinen. Die üblichen Menüleisten der Anwendungen sucht man ebenfalls vergebens. Ich habe mich gefragt was das soll. Bei näherer Betrachtung des Email Clients kam mir dann eine Idee. Diese weist sehr große Ähnlichkeiten zur Google Mail App auf meinem Asus Eee Pad Transformer auf. Für mich sieht es ziemlich klar so aus, dass GNOME 3 in Zukunft keine klassische Desktop-Umgebung mehr sein wird. Große Bedienflächen, sehr minimalistische Benutzeroberfläche und alle Anwendungen laufen scheinbar stets im Vollbild. Das alles sind Dinge, die an mobile Betriebssysteme wie Android oder iOS erinnern. Und eben diese werden über Touchscreens gesteuert. GNOME 3 macht auf mich den Eindruck als sollte es in Zukunft auch sehr gut über einen Touchscreen bedienbar sein. Mir scheint aber, dass dabei die Bedienbarkeit auf “normalen” Desktops oder Notebooks leiden könnte. Es wurde ja schon ständig über die Bedienkonzepte von Gnome 3 und Unity gemeckert. Hiermit treiben die Entwickler von Gnome 3 das Spiel noch etwas weiter. Ich weiß nicht ob Gnome 3 wirklich für Touchscreens optimiert werden soll aber ich spinne den Gedanken einfach mal weiter. Auf Smartphones würde so etwas wenig bis gar keinen Sinn machen. Die Oberfläche, die auf den Gnome 3 Mockups zu sehen ist, wirkt als wäre sie auf Tablets zugeschnitten. Bei Gnome 3 liegt es ja nahe, dass es in Verbindung mit einer Linux-Distribution benutzt wird. Das könnte bedeuten, dass wir bald (wann auch immer das sein mag) Tablets mit Linux zu Gesicht bekommen. Das wäre schon verdammt cool, da es damit eine weitere durchaus interessante Alternative zu Android und iOS geben würde. Aber wie gesagt, alles ein gesponnener Gedanke, der mir aber sehr gefällt. Beim Durchblättern der Mockups auf live.gnome.org ist mir jedenfalls aufgefallen, dass zu Beginn der meisten Artikel Screenshots von iOS oder WebOS geposted wurden.

Ich finde die Mockups von Gnome 3 sehr interessant und spannend. Ich bin mal gespannt wie es damit weiter geht. Was sagt ihr dazu? Findet ihr auch, dass das Ganze so aussieht, als sei es für Touchscreens konzipiert?

via: ubuntubuzz.com, live.gnome.org

Virtualbox: Festplatte zu virtuellen Maschine hinzufügen

Es gibt Momente, da kommt man um eine virtuelle Maschine mit Windows nicht herum, da gewisse Software eben nur auf diesem Betriebssystem läuft. Ich hatte zwar schon einmal über den VMware Player gebloggt aber vor einiger Zeit bin ich auf die Virtualbox von Oracle umgestiegen. Die Bedienung ist ein ganzes Stück einfacher und es funktioniert eigentlich alles out of the box. Da ich nicht so von Microsoft Windows begeistert bin habe ich mir anfangs gedacht, dass ich die VM mit Windows 7 ohnehin nicht oft benutzen würde. Also habe ich nur eine virtuelle Festplatte mit etwa 20GB Speicher angelegt. Nach einigen Windows Updates war der Platz nahe zu komplett belegt. Da es ohne größeren Aufwand wohl nicht möglich ist die Größe einer vorhandenen virtuellen Festplatte zu verändern schien es einfacher einfach eine zweite Festplatte zu der virtuellen Maschine hinzuzufügen. Wie das geht möchte ich hier kurz und knapp beschreiben.

Es ist im Prinzip wirklich einfach eine Festplatte zu einer virtuellen Maschine hinzuzufügen. Zunächst muss der Oracle VM VirtualBox Manager geöffnet werden. Dort wird Die VM ausgewählt, zu der eine Festplatte hinzugefügt werden soll. Diese muss natürlich vorher gestoppt werden. Im Fenster, das erscheint, nachdem auf ändern geklickt wurde, sind die erforderlichen Einstellungen unter dem Menüpunkt Massenspeicher zu finden. Neben dem SATA-Controller befindet sich ein Icon zum hinzufügen einer weiteren Festplatte. Im nachfolgendem Dialog kann entweder eine neue Festplatte erzeugt werden oder eine vorhandene virtuelle Festplatte ausgewählt werden. Ich benutze übrigens dynamisch wachsende virtuelle Festplatten. Nachdem die virtuelle Festplatte erzeugt wurde kann dann die Virtuelle Maschine auch wieder gestartet werden. Nach einem Blick in den Windows Explorer wird man feststellen, dass noch keine zweite Festplatte angezeigt wird. Wie bei einer echten Festplatte muss auch das virtuelle Pendant erst formatiert werden. Windows 7 hat dafür Tools integriert. Über die Datenträgerverwaltung kann die Festplatte dann mit dem “gewünschten” Dateisystem formatiert werden. Wenn der Vorgang abgeschlossen ist, steht die zweite Festplatte in der virtuellen Maschine bereit.

USB Live System erstellen – UNetbootin

Live Systeme sind ja schon was tolles. Damit ist es möglich sich eine Linux Distribution anzusehen und auszuprobieren ohne Änderungen am System vornehmen zu müssen. Das ist besonders für Linux-Neulinge eine gute Möglichkeit einen Einstieg in die “Linux Welt” zu finden. Live Systeme eignen sich aber auch für Leute, die schon Erfahrung mit Linux haben. Ich selbst benutze Live Systeme um mir verschiedene Distributionen anzusehen. Zugegeben, seit Unity und GNOME 3 schiele ich immer wieder zu Ubuntu rüber. Da ich mein ArchLinux aber so richtig mag, kommt es nicht in Frage auf Ubuntu umzusteigen. Da mich aber auch Geschehnisse abseits des Tellerrandes interessieren boote ich spätestens zu jedem neuen Release auch mal Ubuntu. Live Systeme auf einem USB Stick sind da besonderes geeignet, da sie mit recht wenig Aufwand erstellbar sind und auch das dauernde Brennen von CDs entfällt. Ein besonders nettes Tool um ein USB Live System zu erstellen ist UNetbootin.

unetbootin-live-system-erstellen

Benutzeroberfläche UNetbootin

UNetbootin ist OpenSource und es läuft auf Windows, Linux und Mac. Unter ArchLinux ist UNetbootin im AUR zu finden. Mit UNetbootin lassen sich eben solche Live Systeme komfortabel auf einem USB Stick einrichten. Es gibt mehrere Vorgehensweisen dazu. Zunächst sei aber angemerkt, dass UNetbootin eine Partition im FAT32 Dateisystem benötigt. Weiterhin wäre es noch ganz geschickt, diese als bootbar zu markieren. Das lässt sich mittels Tools wie GParted relativ einfach erledigen.
Hat man die Distribution seiner Wahl schon als ISO Image runtergeladen, kann das Abbild einfach in UNetbootin ausgwählt werden. Nachdem der Ort, auf dem das Live System eingerichtet werden soll, angegeben wurde erstellt UNetbootin das Live System. Alternativ ist UNetbootin auch in der Lage das ISO Abbild selber runterzuladen. Dafür gibt es schon eine große Anzahl von Voreinstellungen. Erstellt man ein Live System von Ubuntu, so gibt es die Möglichkeit das System persistent zu machen. Das bedeutet, dass Änderungen nach einem Reboot bestehen bleiben. Die entsprechende Option dazu nennt sich “Space used to preserve files between reboots”. Bisher funktioniert das nur mit einem Ubuntu Live System. Besonders nett ist so ein Live System auch für den Fall, dass man mal seinen RAM testen möchte. Ich weiß nicht wieso, aber jedes mal, wenn ich memtest86+ brauche, dann finde ich die CD davon nicht wieder. Da die Ubuntu Live Systeme memtest86+ beinhalten und ich grundsätzlich immer eins auf meinem USB Stick bei mir trage entfällt diese Problematik auch. Als ich memtest86+ vom Stick starten wollte begrüßte es mich mit folgender Fehlermeldung:

cannot load a ramdisk with an old kernel image

Ich war zunächst etwas ratlos und versuchte es erneut. Am Problem hat sich natürlich nichts geändert. Ich habe dann mal den entsprechenden Eintrag im Bootloader markiert und TAB gedrückt, was dazu führt, dass der Eintrag bearbeitet werden kann. Dabei fiel mir auf, dass an den Aufruf von memtest86+ noch initrd=/ubninit angehängt wurde. Das Laden eines initrd Images bei memtest86+ erschien mir seltsam, auch wenn ich nicht genau sagen kann warum. Nachdem ich dies entfernte funktionierte das Booten von memtest86+ problemlos. Das Problem wollte ich nur kurz erwähnt haben, da mir das bisher nur bei Live Systemen untergekommen ist, die mit UNetbootin erstellt wurden.
Ich persönlich finde, dass UNetbootin ein sehr interessantes Tool ist, da damit ziemlich komfortabel und schnell bootbare Live Systeme auf einem USB Stick einrichten lassen. Natürlich gibt es noch andere Wege dies zu tun aber mittlerweile bevorzuge ich wirklich UNetbootin dazu.

Page optimized by WP Minify WordPress Plugin