Es ist wieder so weit. Die CeBit hat ihre Pforten für Besucher aus aller Welt geöffnet. Letztes Jahr hatte ich ja das Glück an einen Presseausweis zu kommen, konnte aber dann leider doch nicht zur CeBit fahren. Dieses Jahr war man scheinbar nicht so großzügig was die Verteilung dieser Presseausweise angeht. Das war allerdings nicht weiter schlimm, denn es gibt ja zahllose Möglichkeiten um an ein Ticket für die CeBit zu gelangen. Wer da noch zahlt ist fast schon selber schuld. Dieses Jahr hat bei mir aber alles gepasst. Also ging es früh morgens um 5:30 von Koblenz aus mit dem Bus nach Hannover zum Messegelände. Ich war vorher noch nie dort aber von der Größe des Areals war ich doch schon überrascht. Im folgenden möchte ich mehr oder weniger kurz meine Gedanken und Impressionen zur CeBit 2012 in Hannover schildern.

Eine Kleinigkeit vorweg: Wenn ihr mit dem Hauptgedanken, euch Smartphones und alles drum herum ansehen zu können, nach Hannover aufbrecht werdet ihr enttäuscht. Ich weiß nicht wie es kommt aber nach dem MWC scheinen bei der CeBit die Erwartungen an Smartphones und Co. ziemlich hoch zu sein. Weit gefehlt. Im Vordergrund stehen Cloud Computing, ERP-Systeme, Collaboration Software und dergleichen. Insbesondere letzteres fand ich spannend, da ich während dem Semester im Rahmen einer Vorlesung schon Erfahrungen mit Lotus Connections, Lotus Quickr und Lotus Sametime gesammelt habe. IBM war natürlich auch mit einem riesen Stand vertreten, alles natürlich eher auf Business ausgerichtet. Wenn Zeit war hat das Personal aber auch dem Otto-Normalverbraucher die eigenen Lösungen, Leistungen und Angebote näher gebracht.
In anderen Bereichen knubbelten sich dann die Consulting Groups und Managementberatungen. Für mich als Bachelor Student im Studiengang Informationsmanagement ebenfalls eine sehr interessante Sache, da man dort auch wirklich mal mit Leuten reden kann die Praxis Erfahrung haben.
Natürlich gab es auch dieses Jahr wieder den OpenSource Park, wo verschiedene OpenSource Projekte vertreten waren. Im OpenSource Park habe ich es allerdings als besonders eng empfunden, weshalb ich mich auch nicht besonders lange dort aufgehalten habe.
Ein kleines Highlight war die Intel “Blogghütte”. Dort konnte ich allerdings nur kurz einen Blick auf den Cashy erhaschen, da ich mich wohl scheinbar zu spät dafür angemeldet hatte. Mein Kollege der Lofter, hatte da mehr Glück und kam so in den Genuss von RedBull und tollen Schnittchen. Naja, nächstes Jahr werde ich auf Zack sein. Direkt neben der Bloghütte befand sich ein Bereich in dem es eigentlich ausschließlich um Ultrabooks ging. Ein interessanter Trend wie ich finde auch wenn ich meine Zweifel habe, dass diese sich gegen Netbooks durchsetzen werden. Die ausgestellten Ultrabooks, seien sie von ASUS oder Toshiba, waren allesamt verdammt dünn. Dünner geht schon fast gar nicht mehr, da der USB-Port ja auch noch irgendwo untergebracht werden muss. Die Displays waren allerdings allesamt sehr dünn. Bei einem Modell, es war Toshiba, wenn ich mich nicht irre, hatte ich fast schon Angst das Display ausversehen von der Tastatur zu trennen. Und das ist nicht vorgesehen, wie man sich denken kann. Die ASUS Ultrabooks haben einen super Eindruck gemacht. Keinerlei Spaltmaße, super Verarbeitung und eine tolle Optik. Touchpad und Tastatur hingegen sind meiner Meinung nach ein Griff ins Klo geworden. Das geht doch deutlich besser und angenehmer.

Kommen wir nun aber langsam zu dem Teil, der euch am meisten interessieren dürfte: Smartphones und Tablets auf der CeBit. Ich habe es eingangs schon einmal erwähnt aber ich werde es an dieser Stelle wieder tun: Erwartet euch nicht zu viel, es wird sonst enttäuschent. Gerade was Smartphones angeht. Außerhalb des “Planet Reseller” gab es von Smartphones fast nichts zu sehen. Samsung hatte einen Stand bei dem das aktuelle Portfolio gezeigt wurde, mehr aber auch nicht. Selbst im Reseller Bereich, in den man so einfach gar nicht rein kommt (es ist auch ohne Presseausweis und dergleichen nicht ganz unmöglich
) gab es bezüglich Smartphones nicht viel zu sehen. Selbst der Stand von HTC war ernüchternd. Dort hab es einige HTC Smartphones zu sehen, diese waren aber alle in einem Glaskasten verschlossen. Eine Suche nach den Modellen, die in Barcelona vorgestellt wurden war ebenfalls vergebens. Diese bekommt man scheinbar nur mit einem Pressetermin zu Gesicht.
Bei Tablets sah die Sache wieder ganz anders aus. An jeder Ecke gab es billig Tablets aus Asien zu sehen. Ich frage mich ernsthaft wer die haben will. Aber auch da gab es einige interessante Modelle. Eine Firma, ich meine sie waren aus der Schweiz, hatte sehr interessante Tablets. Diese waren super verarbeitet, sehr flott und werden mit Ice Cream Sandwich ausgeliefert. Ich habe mir einen Flyer mitgenommen nur leider habe ich den verlegt. Wenn ich den wieder aufgetrieben habe reiche ich das nach.
Besonders im Reseller Bereich gab es aber viele coole Gadgets. Zugegeben, die meisten zielen eher auf das iPhone und das iPad ab. Da war zum Beispiel eine Hülle für das iPhone in Form einer Tasse. So lässt sich das iPhone in verschiedenen Positionen aufstellen. Klingelt beispielsweise der Wecker und man dreht es aufs Display wird dieser ausgeschaltet. Diese hülle ist schwer zu beschreiben aber ich fand sie schon ziemlich cool. Ein weiteres nettes Gadget waren kleine Mini-Lautsprecher, die man an verschiedene iPod Modelle anstecken kann. Die Lautsprecher sind zugegeben nicht besonders groß gewesen und auch nicht besonders laut aber immerhin hatten sie keinen eigenen Akku. Noch eine coole Sache für das iPad ist der sogenannte iUSB-Key. Mit diesem soll es möglich sein Fotos vom USB Stick auf dem iPad anzuschauen. Der Stick hat zwei verschiedene Anschlüsse. einer davon ist ein ganz normaler USB Anschluss, der andere Anschluss ist für das iPad. Mittels eines Schiebers kann man den Anschluss auf einer Seite ausfahren. Der Stick funktioniert eigentlich recht simpel. Der Stick wird in den PC gesteckt, die Bilder drauf kopiert. Zum betrachten der Bilder wird der Stick ins iPad gesteckt und es öffnet sich automatisch ein Bildbetrachter. Ob das jetzt Standard ist oder ob da eine spezielle App am Werk ist kann ich euch nicht sagen. Bisher werden die Bilder jedoch beim Betrachten auf dem iPad zwischengespeichert. Der Hersteller sagte mir aber, dass sie bereits daran arbeiten, dass die Bilder betrachtet werden ohne dass diese auf dem iPad gespeichert werden müssen. Kann uns Android Nutzern aber egal sein, bei uns funktioniert das ja “out of the box”, insofern ein USB-Slot und USB-Host vorhanden ist. Das klang jedenfalls sehr cool und ich denke, dass wir den iUSB-Key auch später auf dem Markt sehen werden. Es gab noch sehr viel mehr cooles Zeug zu sehen. Von Lautsprechern mit SD-Slot, die man einfach an die Scheibe klebt bis hin zu unnützen mini-Beamern kann man dort eigentlich alles finden. Solche lustigen Gadgets finden sich übrigens auch außerhalb des Planet Reseller. Es gab da so viel zu sehen und ein Tag ist echt wenig für die komplette CeBit. Es gab noch viel mehr coole Sachen zu sehen, wie etwa die lustigen Mäuse auf dem Bild. Ja, bei diesen Autos handelt es sich um PC-Mäuse. Ich kann mir nicht vorstellen, wer so etwas benutzen will. Das war so das einprägsamste. Ich hätte echt mehr Notizen und Bilder machen sollen. Naja nächstes mal. Und dann geht’s auch ab in die Bloghütte!
Alles in Einem ein anstrengender Tag. Aber es hat sich gelohnt. Immerhin kamen wir am Ende noch bei Google vorbei. Dort wurde Google+ präsentiert und es gab Kaffee, white mocca und noch viele andere kaffeeartige Getränke für lau. Ich werde noch mindestens einen Beitrags über sehr interessante Startups, die sich präsentiert haben, verfassen. Die CeBit lohnt sich also für den technik-interessierten Menschen! Mein komplettes Fotoalbum zur CeBit 2012 könnt ihr bei Picasa sehen.