Jaja, ich weiß. Das Transformer ist uncool und alle reden über das Transformer Prime. Dennoch stellt das Transformer eine interessante Alternative dar, wenn man nicht so auf die Multicore-Geschichten abfährt und dafür lieber beim Preis ein wenig spart. Dass das Asus Eee Pad Transformer zu meinen neuen Spielzeugen gehört dürften die meisten ja mittlerweile mitbekommen haben. In meinem kleinen Testbericht zum Asus Eee Pad Transformer bin ich nur auf das Tablet selbst eingegangen, da ich zu dem Zeitpunkt das Tastaturdock noch nicht hatte. Seit einiger Zeit befindet sich aber auch dieses in meinem Fundus. Mit der Tastatur lässt sich das Eee Pad Transformer quasi in ein Netbook verwandeln. Natürlich habe ich das Asus Eee Pad Transformer mit dem Tastaturdock auch schon kräftig im Alltag ausprobiert. Daher gibt es an dieser Stelle von mir auch ein paar Zeilen über das Tablet im Zusammenhang mit der Tastatur.
Optik und Verarbeitung des Tastaturdock
Das Layout der Tastatur entspricht weitestgehend der Tastatur der aktuellen Asus Eee PCs. Anstatt der F Tasten hat die Tastatur des Asus Eee Pad Transformers eine Reihe mit Funktionstasten, auf die ich später noch eingehe. Ich hatte ja schon einmal den ASUS Eee PC R011PX mit Ubuntu zum Test hier gehabt. Im Vergleich zu diesem Modell sind nur die Abstände zwischen den Tasten minimal anders, wenn ich das noch richtig in Erinnerung habe. Zum Schreiben auf der Tastatur gibt es eigentlich nicht besonders viel zu sagen. Wie beim Asus Eee PC R011PX ist auch hier ersteinmal wieder Umgewöhnung auf die etwas kompaktere Tastatur angesagt. Nach ein bisschen Eingewöhnung konnte ich auf der kleinen Netbook Tastatur fast so flott schreiben wie auf einer normalen Tastatur. Der Druckpunkt der Tasten ist super und die Geräusche der Tasten sind auch ziemlich leise. Es ist mir auch bisher noch nicht passiert, dass ich beim Schreiben zwei Tasten auf einmal erwischt habe. Die Größe der Tasten und deren Abstand geht somit auch in Ordnung. Mittlerweile kann ich auf der kleinen Tastatur sogar fast so schnell schreiben wie auf einer richtigen.
Über die Verarbeitung und die Optik gibt es auch nicht viel zu meckern. Es klappert und wackelt nichts. Um das Tablet mit der Tastatur zu verbinden steckt man es einfach in die “Halterung”. Hat man es richtig angesetzt rastet der Mechanismus mit einem gut hörbarem Klick ein. Auch im zusammengesteckten Zustand ist alles stabil. Das Tablet kann erst wieder entnommen werden, wenn man den kleinen Schieber rüberschiebt und somit den Mechanismus entsperrt. Der Mechanismus zum auf und zu klappen wirkt auch stabil und macht nicht den Eindruck als würde die sich das ganze irgendwann mal lockern. Allerdings waren bei der Konstruktion scheinbar ein paar Experten am Werk. Auf der Unterseite befinden sich, wie bei Notebooks und Netbooks typisch, rutschfeste Gummifüße, damit das Gerät während der Benutzung nicht weg rutscht. Im zugeklappten Zustand kann man es schon erahnen, worauf ich hinaus will, denn die Fassung ragt etwas über den Rand der Tastatur hinaus (siehe Foto). Klappt man das Gerät dann auf steht es quasi auf dieser Fassung. Es befinden sich zwar zwei Klammern auf der Unterseite, diese sind aber nicht rutschfest. Bei geraden Unterlagen ist das nicht weiter dramatisch. In den Hörsälen sind die Tische aber meistens schräg. Da muss man dann meistens, wenn das Transformer aufgeklappt ist, die Hand auf der Tastatur haben, sonst rutscht es weg. Das ist auch eigentlich schon das größte Manko, was mir am Tastaturdock aufgefallen ist.
Farblich passt die Tastatur auch sehr gut zum kupferfarbenen Rahmen des Tablets. Zusammen ergibt sich ein stimmiges Bild. Mir gefällt der Farbton ganz gut. Es ist mal was anderes als schwarz oder weiß.
Sonstige Funktionen des Asus Eee Pad Transformer Tastatur Dock
Neben der Tastatur gibt es natürlich noch ein Touchpad. Eigentlich ist Android nicht für die Steuerung per Maus ausgelegt. Aber Asus hat es so angepasst, dass es sich doch per Mauszeiger steuern lässt. Das klappt auch alles gut aber ich habe das Touchpad meistens deaktiviert, da ich hin und wieder beim Schreiben mal mit der Hand darauf komme und dann den Cursor irgendwo anders hin verschiebe. Da der Touchscreen sich auch bedienen lässt, während das Tablet im Dock steckt, ist das auch kein großes Problem. Das geht ohnehin schneller, finde ich. Gerade das Scrollen auf der Webseite geht schneller obwohl das Touchpad ein paar Multitouch Gesten beherrscht. Wie im vorherigen Abschnitt schon angedeutet finden sich auf der Tastatur noch ein paar Tasten mit speziellen Funktionen und diese sind überaus nützlich. Anstelle der Escape Taste befindet sich eine Taste für die “zurück” Funktion in Android. Nicht dass sich jemand wundert, dass der Escape-Knopf fehlt. Hotkeys zum an und abschalten von WLAN, Bluetooth und Sound sind ebenfalls vorhanden. Der Sound lässt sich auch mit Tasten regeln. Das gleiche gilt für die Displayhelligkeit. Weiterhin gibt es noch Hotkeys um den Browser zu starten und um in die Android Einstellungen zu gelangen. Screenshots können nun ebenfalls bequem über eine Taste gemacht werden. Natürlich gibt es auch Multimedia-Hotkeys für Play/Pause und vor beziehungsweise zurück.
Weiterhin ist das Tastaturdock noch mit 2 USB Slots und einem SD Kartenleser ausgestattet. USB Sticks werden beispielsweise problemlos erkannt und automatisch eingebunden. Weiterhin ist es auch möglich eine Maus und eine Tastatur anzuschließen. Jetzt noch per HDMI den Monitor dazu und man kann, Office App vorausgesetzt, ziemlich gut damit arbeiten.
Fazit zum Asus Eee Pad Transformer Tastaturdock
Ich finde schon, dass sich der Kauf des Tastaturdocks lohnt. Es kommt natürlich immer auf den Anwendungszweck an. Ich benutze das Tablet, wie in einem vorherigen Beitrag schon erwähnt, überwiegend in der Uni. Die Akkulaufzeit des Transformers zusammen mit dem Dock ist schon was feines. Während man sich nach einer oder spätestens zwei Vorlesungen beim Laptop Gedanken machen muss wie es nun mit der Stromversorgung weitergeht hat das Asus Eee Pad Transformer noch massig Luft. Die angegebene Laufzeit von 16 Stunden ist nicht unrealistisch. Bei Präsentationen muss aber nach wie vor immer noch mein Laptop ran. Preislich liegt das Tastaturdock derzeit etwa zwischen 150 und 160€. Das muss man dann halt abwägen, da man für die Gesamtsumme auch anständige Netbooks bekommt auf denen dann beispielsweise Ubuntu läuft.


