Android App Sammlung #10

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Willkommen zur vermutlich letzten Ausgabe der App Sammlung für das Jahr 2011. Ich habe wieder versucht drei mehr oder weniger interessante Apps herauszusuchen und diese kurz vorzustellen. Es sind mal wieder Apps aus drei verschiedenen Kategorien vertreten. Langsam wird es ja doch schon schwer über Apps zu schreiben die noch nicht so bekannt sind. Vielleicht ist ja was für euch dabei. Viel Spaß beim Lesen.

Software Data Cable

Software Data CableIch war ziemlich genervt davon immer wieder das USB Kabel hervorzukramen, wenn ich mal flott was auf die Speicherkarte von meinem Smartphone schieben wollte. Es gibt zwar umfangreichere Lösungen wie MyPhoneExplorer und Co aber das war mir dann doch wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Die App Software Data Cable ist da wesentlich schlanker und komfortabler. Die App gibt es kostenlos, doch ist diese mit recht aufdringlicher Werbung und Spendenaufrufen zugepflastert. Doch das stört nicht weiter, denn man muss die App selbst ja nicht großartig bedienen. Software Data Cable stellt einen FTP Dienst auf dem Smartphone bereit. Dieser lässt sich auch einigermaßen gut konfigurieren. Somit kann der Zugriff mit einem Passwort geschützt werden oder beispielsweise der Port geändert werden. Es gibt auch noch eine Option “Lock access in ROOT”. Damit wird erhält man dann über den FTP-Client nicht nur Zugriff auf die Speicherkarte sondern auch auf das Wurzelverzeichnis (/). Eine aktive WLAN Verbindung wird zum benutzen der App voraus gesetzt. Über 3G beziehungsweise UMTS funktioniert der ganze Spaß nicht. Das würde auch irgendwie keinen Sinn machen. Nachdem alle Konfigurationen den Wünschen entsprechend vorgenommen wurden kann der Dienst gestartet werden. Nach dem Start blendet die App auch die entsprechende Adresse ein über die auf das Gerät zugegriffen werden kann. Auf eurem PC oder Notebook wird dann natürlich zum Zugriff auf das Smartphone ein entsprechender FTP-Client wie FileZilla benötigt.
Software Data Cable ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss aber ich finde es doch schon bequem die Daten über WLAN mit dem Smartphone auszutauschen. Ob man am PC nun einen Dateimanager/Explorer öffnet oder den FTP-Client ist dann auch egal. Es entfällt jedenfalls der Griff zum USB Kabel und der eventuelle Kampf mit USB Treibern. Ziemlich bequem ist auch die Tatsache, dass die Speicherkarte nicht ausgeworfen werden muss, sondern ganz normal zur Verwendung bereit stehen bleibt.


Groundhog Newsreader

GroundhogEs gibt ja noch Leute, die ganz klassisch einige Newsgroups lesen. Auch an manchen Unis werden Newsgroups noch benutzt. Die Auswahl an Newsreadern für Android ist leider weder groß noch gut. Groundhog ist kostenlos und sogar OpenSource. Auch Groundhog hat leider einige Macken. Die Einrichtung eines Newsgroup Accounts geht schnell und einfach vonstatten. Man muss nur die Daten des Servers und die Login Daten bereit haben, dann kanns auch schon los gehen mit dem abonnieren einzelner Newsgroups. Abgesehen vom Encoding des Textes gibt es nicht viel nennenswerte Einstellungsmöglichkeiten. Die abonnierten Newsgroups werden in einer Liste untereinaner angezeigt. Es kann eingestellt werden ob in einem gewissen Intervall die Newsgroups auf neue Einträge geprüft werden. Auf Wunsch kann man dann darüber benachrichtigt werden, wenn es neue Beiträge gibt. Soweit funktioniert es ja ganz gut, jetzt kommt allerdings der ganz große Wermutstropfen: Die Anzeige der Beiträge lässt sich nicht sortieren. Nach welchem Kriterium die Beiträge sortiert werden kann ich nicht feststellen. Es wäre schön, wenn immer der aktuellste Beitrag oben steht, das ist aber leider nicht der Fall. Somit wird die Bedienung der App ziemlich unkomfortabel. Das ist schade, ließen sich die Artikel vernünftig sortieren wäre Groundhog ein super Newsgroup Reader für Android.


Wunderlist

Kommen wir nun zu einem meiner Lieblingstools überhaupt: Wunderlist. Wunderlist ist ein sehr nettes Tool zur Aufgabenverwaltung. Mit Wunderlist lassen sich Aufgaben über einen Webdienst mit mehreren Geräten synchronisieren. Aufgaben und Aufgabenlisten können auch mit anderen Personen geteilt werden. Die Funktionen von Wunderlist sind auch nicht gerade knapp bemessen. Erinnerungen an Aufgaben können gesetzt werden. Benachrichtigungen gibt es dann entweder per Email und/oder nativer Android Benachrichtigung. Weiterhin können Tasks über die App, das Webinterface oder per Email angelegt werden. Einzelnen Aufgaben können Notizen und Prioritäten zugewiesen werden. So hält man immer einen Überblick über besonders wichtige Aufgaben. Die Aufgaben lassen sich dann auch noch nach gewissen Kriterien filtern. Die App ist nicht nur funktional sondern auch noch schick. Wem das Standardlayout nicht gefällt, der kann auch ein bisschen etwas daran verändern. Seit ein paar Versionen gibt es auch ein Wunderlist Widget, welches anstehende Aufgaben auf dem Homescreen anzeigt. Wunderlist lässt eigentlich kaum Wünsche offen, wenn es um Aufgabenverwaltung geht. Allerdings gibt es bisher nicht die Möglichkeiten wiederkehrende Aufgaben in bestimmten Intervallen anzulegen.
Ich bin derzeit fleißig am ausprobieren ob ich die Aufgabenverwaltung über den Google Kalender durchführe oder eben ein anderes Tool wie Wunderlist benutze. Momentan bin ich mit Wunderlist ziemlich zufrieden. Einzig, dass man keine wiederkehrenden Aufgaben anlegen kann stört mich ein wenig. Aber solche Aufgaben hat man nach gewisser Zeit ohnehin von selbst auf dem Schirm. Besonders schön ist noch: Bei Wunderlist handelt es sich um eine Software aus Deutschland.

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Ich blogge seit mehreren Jahren hier auf TuxAndDroid.de über Android und Linux. Der Fokus liegt dabei auf interessanten Spielen und Apps. Ich studiere Wirtschaftsinformatik im Master an der Universität Koblenz.

2 Comments to Android App Sammlung #10

  1. Software Data Cable ist echt praktisch! Endlich kann ich Dateien auf die SD-Karte ziehen während mein Handy Zugriff auf die SD-Karte hat. Danke dafür. :)

  2. Software Data Cable finde ich auch sehr praktisch, weswegen ich es schon eine gefühlte Ewigkeit nutze. Übrigens braucht man unter Windows keinen zusätzlichen FTP-Client, wenn man keinen hat; es reicht, die von Software Data Cable angegebene FTP-Adresse komplett in die Adresszeile des Explorers zu kopieren und kann dann ganz normal durch seine Ordner navigieren, wie man das sonst auch gewohnt ist. Soll ja Leute geben, die das intuitiver finden, als ein zusätzliches FTP-Programm nutzen zu müssen.

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